Exif – was?!

Der eine oder andere hat sich vielleicht schon einmal gefragt, woher manche Menschen so viele Informationen über ihre Fotos haben. Sie kennen das genaue Datum, die Uhrzeit und die geografischen Koordinaten, wo das Foto entstanden ist, die Brennweite, Belichtungszeit, Blendeneinstellung, ISO-Einstellung und vieles mehr – und das obwohl sie hunderte Fotos geschossen haben.

16300Diese Leute wissen, was Exif-Daten sind. Exif steht für Exchangeable Image Format. Das sind Informationen über das Foto, die in der Bilddatei automatisch mitgespeichert werden. Heute macht das mittlerweile fast jede digitale Kamera automatisch. Typische gespeicherte Infos sind eben Aufnahmezeitpunkt und Kameradaten wie Blende oder Belichtungszeit. Aber auch Urheberrechtsvermerke können darin enthalten sein.

Einige Apps wie z. B. Instagram werten diese Daten aus und ermöglichen so, dass das Foto auf der Fotokarte entsprechend der gespeicherten Koordinaten angezeigt werden. Darauf sollte man sich aber nicht verlassen, denn mit Hilfe von bestimmten Programmen können Exif-Daten im Nachhinein verändert werden.

Andere Apps wie z. B. WhatsApp möchten die übertragene Dateigröße unbedingt sehr klein halten. Bei WhatsApp dürfen Fotos eine maximale Größe von 16 MB nicht überschreiten und werden deswegen stark komprimiert. Dieser Komprimierung fallen auch die Exif-Daten zum Opfer. Sie werden einfach entfernt.

Zum Problem können Exif-Daten dann werden, wenn dir nicht bewusst ist, welche Daten du da über dich freigibst. Postest du beispielsweise viele Fotos mit GPS-Daten von deinem Zuhause, werden andere schnell wissen wo du wohnst, ohne dass du es ihnen gesagt hast. Das gleiche gilt für deine Schule oder den Arbeitsplatz. Hast du bei deinem Smartphone GPS aber ausgeschaltet und Ortungsdiensten sowie den Apps nicht erlaubt, dich zu lokalisieren, solltest du auf der sicheren Seite sein und kannst beruhigt deine Fotos hochladen.

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