Wirkung des Lichts

Licht ist fürs Fotografieren immer sehr wichtig. Mit Hilfe des Lichteinfalls und der Lichtart kann die Wirkung eines Fotos stark beeinflusst werden. Tages- und Jahreszeiten oder das Wetter beeinflussen das natürliche Licht stark. Bei der Fotografie ist es dann auch noch wichtig, woher das Licht kommt: von vorne, von der Seite, von oben… Außer der Sonne gibt es noch andere Lichtquellen, die benutzt werden können. Licht von einer Glühbirne wirkt meist sehr warm, das einer Leuchtstoffröhre kalt. Auch das flackernde Licht eines Lagerfeuers hat seinen Reiz.

Das hellste Licht liefert die Mittagssonne. Allerdings ist das nicht unbedingt die beste Zeit um zu Fotografieren. Das Licht kommt gerade von oben und die entstehenden Schatten sind sehr hart (= tief schwarz). Außerdem entstehen sehr starke Kontraste. Das bedeutet dass helle Flächen ausreißen und Details nicht mehr zu sehen sind. Gleichzeitig saufen die schattigen Stellen ins tiefschwarz ab. Auch hier gehen die Details verloren.

Besonders schöne Lichtstimmungen herrschen immer bei Sonnenauf- und -untergang. Zu dieser Zeit enthalten die Fotos viele Gelb- und Rottöne. Deswegen wird diese Zeit auch als Goldene Stunde bezeichnet. Die Zeit nach dem Sonnenuntergang, bevor’s so richtig dunkel wird, nennt man auch Blaue Stunde.

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Facebook, YouTube und Co. – welche Rechte haben Sie an meinen Inhalten?

Es macht einfach Spaß, Dinge mit anderen zu teilen und ihnen zu zeigen, was man gerade so erlebt. Immer wieder hört man aber auch von Fällen, wo das Party- oder Urlaubsfoto, das eigentlich nur für Freunde bestimmt war, plötzlich riesengroß an der Bushaltestelle hängt oder als Werbebanner im Internet herumgeistert. Du bist zum Werbeträger von Facebook, YouTube und Co. geworden. Aber dürfen die das überhaupt? Hier ein genauer Check der Nutzungsbedingungen, die du akzeptierst, wenn du die Apps nützt:

whatsapp-logoWhatsApp

However, by submitting the Status Submissions to WhatsApp, you hereby grant WhatsApp a worldwide, non-exclusive, royalty-free, sublicenseable and transferable license to use, reproduce, distribute, prepare derivative works of, display, and perform the Status Submissions in connection with the WhatsApp Service and WhatsApp’s (and its successor’s) business, including without limitation for promoting and redistributing part or all of the WhatsApp Service (and derivative works thereof) in any media formats and through any media channels. You also hereby grant each subscriber to your status on the WhatsApp Service a non-exclusive license to access your Status Submissions through the Service. The foregoing license granted by you terminates once you remove or delete a Status Submission from the WhatsApp Service. (WhatsApp: Nutzungsbedingungen)

Das bedeutet, dass sich WhatsApp in Punkt 5 B seiner Nutzungsbedingung ein weltweites Nutzungs- und Verwertungsrechte an deinen Statusmeldungen sichert. Diese dürfen sie ohne Einschränkung für Werbung in allen Medien verwenden. Dieses Recht erlischt erst wieder, wenn du deine Statusmeldung löscht.

youtube-icon-full_colorYouTube

10.1 Indem Sie Nutzerübermittlungen bei YouTube hochladen oder posten, räumen Sie

  1. YouTube eine weltweite, nicht-exklusive und gebührenfreie Lizenz ein (mit dem Recht der Unterlizenzierung) bezüglich der Nutzung, der Reproduktion, dem Vertrieb, der Herstellung derivativer Werke, der Ausstellung und der Aufführung der Nutzerübermittlung im Zusammenhang mit dem Zur-Verfügung-Stellen der Dienste und anderweitig im Zusammenhang mit dem Zur-Verfügung-Stellen der Webseite und YouTubes Geschäften, einschließlich, aber ohne Beschränkung auf Werbung für und den Weitervertrieb der ganzen oder von Teilen der Webseite (und auf ihr basierender derivativer Werke) in gleich welchem Medienformat und gleich über welche Verbreitungswege;

10.2 Die vorstehend von Ihnen eingeräumten Lizenzen an Nutzervideos erlöschen, sobald Sie Ihre Nutzervideos von der Webseite entfernen. Die vorstehend von Ihnen eingeräumten Lizenzen an Nutzerkommentaren sind unbefristet und unwiderruflich, lassen aber Ihre oben unter Ziffer 8.2 bezeichneten Eigentumsrechte im Übrigen unberührt. (YouTube: Nutzungsbedingungen)

Das bedeutet, dass YouTube deine hochgeladenen Videos oder Kommentare (oder Teile davon) für Werbung verwenden oder auch verkaufen darf, ohne dich bezahlen zu müssen. Diese Rechte erlöschen aber, sobald du das Video von der Seite entfernst. Die Nutzungsrechte an Kommentaren erlöschen allerdings niemals.

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Du gewährst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, gebührenfreie, weltweite Lizenz für die Nutzung jedweder IP-Inhalte, die du auf bzw. im Zusammenhang mit Facebook postest (IP-Lizenz). Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto löschst; es sei denn, deine Inhalte wurden mit anderen geteilt und diese haben die Inhalte nicht gelöscht. (Facebook: Allgemeine Geschäftsbedingungen)

Das bedeutet, dass Facebook alle deine Inhalte so lange verwenden darf, bis du diese wieder löscht – und zwar ALLE deine Inhalte.

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Stattdessen gewährst du Instagram hiermit eine nicht-exklusive, vollständig bezahlte und gebührenfreie, übertragbare, unterlizenzierbare, weltweite Lizenz für die Nutzung der Inhalte, die du auf dem oder durch den Dienst postest. (Instagram: Nutzungsbedingungen)

Das bedeutet, dass Instagram alle deine Inhalte (Fotos, Profilinfos …) verwenden darf.

snapchat-logo-2d9c3e7ada-seeklogo-comSnapchat

Für alle Services außer Live und Lokal Geschichten, sowie andere Crowdsourcing-Services gewährst du Snapchat eine weltweite, gebührenfreie, unterlizenzierbare und übertragbare Lizenz zum Hosten, Speichern, Verwenden, Anzeigen, Reproduzieren, Verändern, Anpassen, Bearbeiten, Veröffentlichen, und Verteilen dieser Inhalte. Diese Lizenz wird ausschließlich zu dem Zweck erteilt, die Services zu betreiben, weiterzuentwickeln, zur Verfügung zu stellen, zu bewerben und zu verbessern sowie neue Services zu untersuchen und zu entwickeln.

Da Live und Lokal Geschichten, sowie andere Crowdsourcing-Services grundsätzlich öffentlich und von allgemeinem Interesse sind, ist die Lizenz, die du uns in Bezug auf die an diese Services geschickten Inhalte erteilst, weiter gefasst. Zusätzlich zu den Rechten, die du uns in Verbindung mit anderen Services gewährst, gewährst du uns außerdem eine zeitlich unbegrenzte Lizenz aus den an Live und Lokal Geschichten oder sonstige Crowdsourcing-Services geschickten Inhalten abgeleitete Werke zu erstellen sowie und um derartige Inhalte zu bewerben, auszustellen, auszustrahlen, zu syndizieren, öffentlich vorzuführen und öffentlich darzustellen, und zwar in jeder Form und in beliebigen (vorhandenen oder zukünftig entwickelten) Medien und Vertriebskanälen. Im erforderlichen Ausmaß erteilst du Snapchat und unseren Geschäftspartnern zudem das uneingeschränkte, weltweit gültige und dauerhafte Recht sowie die uneingeschränkte, weltweit gültige und dauerhafte Lizenz, deinen Namen, dein Bild und deine Stimme in Lokal Geschichten oder sonstigen Crowdsourcing-Inhalten zu verwenden, soweit du in diesen Inhalten erscheinst oder diese erstellst, hochlädst, postest oder sendest. Dies bedeutet u. a., dass du keinen Anspruch auf Vergütungen von Snapchat oder unseren Geschäftspartnern hast, wenn dein Name, dein Bild oder deine Stimme im Rahmen von Live und Lokal Geschichten oder sonstigen Crowdsourcing-Services übertragen wird. (Snapchat: Nutzungsbedingungen)

Das bedeutet kurz und knackig, dass Snapchat deine Inhalte für z. B. Werbung (zeitlich) uneingeschränkt verwenden darf.

Solche Nutzungsbedingungen klingen immer ziemlich heftig formuliert, aber im Endeffekt gilt, was wir sowieso schon wissen: Vorher gut nachdenken was wir hochladen und posten, weil es sein kann, dass mehr Leute Zugang dazu haben als beabsichtigt. 😉

Bildgestaltung

Entscheide dich zuerst, was du fotografieren willst. Landschaftspanorama, Gruppenbild und die Abendstimmung in einem Foto – das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Konzentrier dich auf ein Motiv und geh dann so nahe wie möglich heran. So wird man später nicht von unwichtigen Dingen am Bildrand abgelenkt.

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Am einfachsten platzierst du Motive anhand des Goldenen Schnitts. Diese Gestaltungsregel gibt es schon seit dem Altertum. Dazu teilst du den Bildausschnitt gedanklich in drei gleich große Teile. Das Motiv sollte dann entweder am oberen oder unteren, dem rechten oder linken Kreuzungspunkt liegen.

Manche Motive solltest du aber in die Bildmitte setzen. Dazu gehören Porträt-Fotos und symmetrische Bauwerke wie z. B. Brunnen, Hochhäuser usw.

Immer gut kommt es, wenn du mit ungewohnten Blickwinkeln experimentierst. Geh in die Knie, leg dich auf den Bauch oder klettere auf einen Baum. So werden langweilige Motive plötzlich wieder spannend. Außerdem solltest du versuchen, Fotos in Hoch- und Querformat zu schießen, da die Wirkung völlig unterschiedlich ist.

Die Wirkung des Hintergrunds auf das Foto solltest du nicht unterschätzen. Zieh ihn aktiv mit ein! Wenn du willst, dass Menschen ein Laternenmast aus dem Kopf wächst, dann mach das absichtlich und nicht aus Versehen 😉 Nimm den Hintergrund nicht als gegeben hin. Versuch z. B. deinen Standort zu verbessern, indem du ein paar Schritte nach vorne oder hinten gehst. Helle Motive wirken bei dunklem Hintergrund auch oft besser.

Safer-Sexting

Hab ich heute im Netz gefunden:

Sexting birgt viele Risiken und sollte daher nicht sorglos betrieben werden. Wirkliches „Safer Sexting“ gibt es nicht! Wir haben trotzdem einige Tipps zusammengestellt, wie man die eigene Privatsphäre beim Versenden von Nacktbildern oder anderen erotischen Inhalten bestmöglich schützen kann:

  • Empfänger/in mit Bedacht auswählen. Der wohl wichtigste Tipp: Erotische Fotos sollten nur dann verschickt werden, wenn ein entsprechendes Vertrauensverhältnis zum Empfänger/zur Empfängerin besteht.
  • Das Gesicht nicht zeigen. Erotische Bilder sollten am besten so angefertigt werden, dass man selbst nicht eindeutig auf dem Foto zu erkennen ist. Entweder man lässt den Kopf bzw. das Gesicht auf dem Bild ganz weg oder man zeigt nur der Hinterkopf. Bildbearbeitungs-Apps bieten auch die Möglichkeit, Gesichter mit Schnurrbärten, falschem Make-Up oder Wimpern künstlerisch zu „verfremden“.
  • Nicht immer ist weniger mehr. Ein Foto kann auch dann erotisch wirken, wenn nicht alle intimen Körperstellen komplett unbedeckt gezeigt werden. Z.B. können die Arme oder Kleidungsstücke so vor dem Körper drapiert werden, dass nicht alles zu sehen ist – der Rest bleibt der Fantasie überlassen bzw. in der Privatsphäre des/der Abgebildeten.
  • Exzessives Sexting vermeiden. Verschickt man intime Bilder nur zu besonderen Anlässen an den/die Liebste/n, haben diese womöglich eine größere Wirkung, als wenn ständig gesextet wird. Der Bonus dabei: Es sind weniger heikle Bilder im Umlauf.
  • „Beweisstücke“ löschen. Vor allem Nacktfotos sollten regelmäßig wieder vom Handy gelöscht werden – am besten mit dem/der Partner/in gemeinsam. Das schützt vor neugierigen Blicken, falls das Smartphone einmal unbeobachtet herumliegen sollte, gestohlen wird oder verloren geht.
  • Wenn, dann nur sicher speichern. Wenn intime Fotos gespeichert werden sollen, dann am besten nur auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick – und nicht im Internet bzw. in Cloud-Speicherdiensten wie iCloud, Dropbox & Co., da hier die Daten nie 100 Prozent sicher sindAuf synchronisierte Geräte achten. Aufpassen sollte man auf jeden Fall, wenn der/die Empfängerin mehrere mobile Endgeräte verwendet, die miteinander synchronisiert werden (z.B. ein Smartphone und ein Tablet). Dann könnte es nämlich passieren, dass ein per Messenger auf das Handy versendetes Sexting gleichzeitig auch am Tablet angezeigt wird – und dieses gerade von einem anderen Familienmitglied verwendet wird.

(Saferinternet.at)

Na dann ist ja jetzt alles klar, oder? 😉

Exif – was?!

Der eine oder andere hat sich vielleicht schon einmal gefragt, woher manche Menschen so viele Informationen über ihre Fotos haben. Sie kennen das genaue Datum, die Uhrzeit und die geografischen Koordinaten, wo das Foto entstanden ist, die Brennweite, Belichtungszeit, Blendeneinstellung, ISO-Einstellung und vieles mehr – und das obwohl sie hunderte Fotos geschossen haben.

16300Diese Leute wissen, was Exif-Daten sind. Exif steht für Exchangeable Image Format. Das sind Informationen über das Foto, die in der Bilddatei automatisch mitgespeichert werden. Heute macht das mittlerweile fast jede digitale Kamera automatisch. Typische gespeicherte Infos sind eben Aufnahmezeitpunkt und Kameradaten wie Blende oder Belichtungszeit. Aber auch Urheberrechtsvermerke können darin enthalten sein.

Einige Apps wie z. B. Instagram werten diese Daten aus und ermöglichen so, dass das Foto auf der Fotokarte entsprechend der gespeicherten Koordinaten angezeigt werden. Darauf sollte man sich aber nicht verlassen, denn mit Hilfe von bestimmten Programmen können Exif-Daten im Nachhinein verändert werden.

Andere Apps wie z. B. WhatsApp möchten die übertragene Dateigröße unbedingt sehr klein halten. Bei WhatsApp dürfen Fotos eine maximale Größe von 16 MB nicht überschreiten und werden deswegen stark komprimiert. Dieser Komprimierung fallen auch die Exif-Daten zum Opfer. Sie werden einfach entfernt.

Zum Problem können Exif-Daten dann werden, wenn dir nicht bewusst ist, welche Daten du da über dich freigibst. Postest du beispielsweise viele Fotos mit GPS-Daten von deinem Zuhause, werden andere schnell wissen wo du wohnst, ohne dass du es ihnen gesagt hast. Das gleiche gilt für deine Schule oder den Arbeitsplatz. Hast du bei deinem Smartphone GPS aber ausgeschaltet und Ortungsdiensten sowie den Apps nicht erlaubt, dich zu lokalisieren, solltest du auf der sicheren Seite sein und kannst beruhigt deine Fotos hochladen.

Blende, Belichtungszeit und ISO

Die Lichtmenge in der Fotokamera kann auf drei verschiedene Arten gesteuert werden. Die  Blende regelt, wie viel Licht in die Kamera gelangt. Eine hohe Blendenzahl lässt nur wenig Licht hinein, eine kleine Blendenzahl dafür sehr viel Licht. Die Belichtungszeit regelt, wie lange Licht aufgenommen wird. In einem sehr dunklen Raum muss die Belichtungszeit länger sein als in der prallen Sonne. Der ISO-Wert regelt die Lichtempfindlichkeit der Kamera. Je höher dieser Wert ist, desto empfindlicher reagiert die Kamera auf Licht.

Daraus ergibt sich, dass bei Nacht mit großer Blende, langer Belichtungszeit und hohem ISO-Wert wahrscheinlich ein schönes Foto auch ohne Blitzlicht entsteht.

Hier noch ein Cheat-Sheet, das den Zusammenhang und den Effekt der einzelnen Werte zeigt:

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Aperture = Blende
Shutter = Belichtungszeit